Anti-Laktose

"Ach so, Du bist Anti-Laktose", sagte mir ein Bekannter neulich, "wenn ich das gewusst hätte, hätte ich Dir nicht das Rezept für Käsekuchen geschickt." Oh doch, ich liebe Käsekuchen. Und es gibt ja auch laktosefreien Quark, Sahne, Schokolade und sogar laktosefreie Antipasti.
ABER: Nicht alles eignet sich auch zum Kochen und Backen! Kommt Euch das bekannt vor? Der besagte Käsekuchen war mit dem LF-Quark einfach .... Quark. Weit entfernt von den cremigen Käsekuchen die ich aus meiner Kindheit kenne. Aber: Ich gebe nicht auf! Es gibt sicherlich auch ein Rezept, dass mit LF-Quark lecker schmeckt. So backe ich mich fröhlich durch Backbücher und Online-Rezepte und halte Euch selbstverständlich auf dem Laufenden!






Mobbing-Erfolg?!

Ich bekenne hier ganz offen: Ich mobbe. Sogar häufig. Aber bitte glaubt mir: Das mache ich nicht gerne! Es ist sozusagen pure Notwendigkeit. Manchmal ist es purer Egoismus: Ich will eine schöne Wohnung haben! Ohne Wenn und Aber. Also betreibe ich Möbel-Mobbing. Vorzugsweise mit den Möbeln von Señor S. Das hässlichste Ungetüm habe ich nun, nach langen, harten Jahren der Arbeit fast rausgemobbt. Wenn man nur lange genug meckert und stichelt kommt man ans Ziel.

Lange hatte ich darauf hingearbeitet. Schon gleich zu Beginn unserer Beziehung - da war Señor S. also noch gar nicht Señor S.- rümpfte ich die Nase beim Anblick dieses Ungetüms wunderschönen Couchtischs. Ich wurde belehrt: Der ist schließlich von den Eltern abgestaubt (zusammen mit dem Sofa, das uns leider frühzeitig verlassen musste). Und außerdem: Der war mal bestimmt nicht billig. Für einen Schwaben natürlich ein schlagendes Argument. So wechselte das Ungetüm verschiedene Wohnungen. Jeden Umzug überstand es unbeschadet.


Beim letzten Umzug wähnte ich mich sicher: So viel Zeit hatte ich schon investiert die Argumente "der tuts noch" und "so schlimm sieht er doch gar nicht aus, schließlich war der mal bestimmt ..." zu entkräften.  Dann ging ich zum Todesstoß über: Ich erzählte den zahlreichen Umzugshelfern, dass wir diesen Tisch sowieso so schnell wie möglich ersetzen wollen. Weil: Er ist schließlich potthäßlich! Ein Argument, das einstimmig akzeptiert wurde. Zusammen mit der Einsicht, dass es sich nicht lohnt einen Tisch der in wenigen Wochen ersetzt werden sollte 6 Stockwerke ohne Aufzug hochzuschleppen. Señor S. blieb unbeeindruckt: Man könne ihn dann ja in den kommenden Monaten vielleicht mal austauschen. Sobald ein akzeptabler Ersatz gefunden wäre.....

Also zog das Ungetüm nun doch in unsere gemeinsame Wohnung. Ein passender Ersatz war schnell gefunden. Und was passierte mit dem Ungetüm? Es wechselte den Platz und stand fortan in MEINER Leseecke! Entschuldigt bitte: Ihr wisst ja immer noch nicht wie das Ungetüm aussieht. Es besteht aus einer Tischplatte aus Naturstein und zwei Blöcken aus Naturstein. Wunderschön und sauschwer.

Schwer und absolut topmodisch (zumindest vor 30 Jahren oder 100). So musste ich also weiter mit dem Ungetüm in MEINER Leseecke leben. Den Tisch alleine wegzubewegen erwies sich als unmöglich. Kaputt ging er auch nicht. Also half nur noch: Flower-Power-Decke rüber und ignorieren was darunter ist. Trotzdem blieb ich dran und mobbte fleißig weiter, regelmäßig und beständig. Und siehe da: Señor S. findet, wir sollen den Tisch vor dem Umzug entsorgen. Da das Ungetüm bestimmt mal teuer war, galt unser erster Versuch einer Online-Auktion. Dort bekommt man schließlich Alles verkauft. NIEMAND - in Worten: Niemand - wollte das Ungetüm haben. Hej, ich hätte ihn doch sogar für nen Euro hergegeben!

Aber Señor S. hatte schließlich Einsehen mit mir: Das Ungetüm kommt weg. Auf die Straße runtertragen. Da kommt immer Jemand, der so etwas mitnimmt. Am Wochenende wollten wir
e n d l i c h zur Tat schreiten. Und was passiert? ICH HABE RÜCKEN! Señor S. lächelt und sagt, wir können den Tisch ja demnächst entsorgen.....