Adventskalender in schwarz-weiß




Hallo Ihr Lieben!

Eigentlich wollte ich dieses Jahr ja keine Adventskalender basteln. Oder wenn, dann nur für den Liebsten und ohne Süßigkeiten. Und ganz zeitig beginnen. Ähmm ja, so ist das halt manchmal mit Dingen, die man sich vornimmt. 2 Adventskalender für liebe Menschen sind fertig.



Der für den Liebsten existiert immerhin schon im Kopf. Jetzt wird es doch eng. Streichholzschachteln werden offenbar nicht mehr in Supermärkten verkauft. Jedes Mal, wenn ich nachfrage erklären mir die Verkäufer, dass es ja Feuerzeuge zum Nachfüllen gibt. Jap, für einen Adventskalender allerdings eher unpraktikabel ...

Aber zurück zu den fertigen Schmuckstücken. Dieses Jahr habe ich mich für eine schwarz-weiß Kombination entschieden. Die netten Aufkleber passten perfekt dazu. Die Dosen bestehen aus einfachen Pappbechern. Den Rand habe ich mit einem Cutter entfernt und dann mehrfach ca. 4-5 cm tief eingeschnitten. Die entstandenen Streifen lassen sich dann übereinander falten und fertig ist die Box. Damit niemand schummeln kann, habe ich auf den Deckel ein halbes Adressetikett geklebt. Kann man sicherlich schöner machen, zB mit netten runden Aufklebern.
Die Größe der Boxen hängt stark davon ab, wie groß Eure Becher sind und wie tief Ihr die Streifen für den Deckel schneidet.



Ich hatte die Größe etwas überschätzt und so passte nicht alles in die Becher. Um im Farbkonzept zu bleiben, habe ich die weißen Boxen mit schwarzen Teebeuteln ergänzt.
Dann alles in einen schönen Karton stapeln und an die Liebsten schicken 😃
Der Kalender ist tatsächlich recht schnell gebastelt und eignet sich deshalb auch als Last-Minute-Adventskalender.




Womit ich ihn gefüllt habe? Die Kalender sind gleichzeitig Weihnachtsgeschenk, so dass einzelne Päckchen etwas größer ausgefallen sind. Da eine Beschenkte niemals normale Kosmetik benutzen würde, fiel auch kleines Duschgel, Gesichtsmaske u.ä. weg. Also habe ich den Kalender mit einigen selbstgewerkelten Sachen wie Ohrringe, Täschchen, Lotion Bars und Lippenbalsam (sind vegan und Bio und deshalb hoffentlich ok), Schlüsselanhänger und Stulpen gefüllt. Dann gab es noch ein paar Süßigkeiten, Trockenfrüchte, Porridge in der Tüte, Vogelfutter, Tee, Gewürztütchen und heißen Sanddorn.
Das meiste habe ich im gut sortierten Drogeriemarkt gefunden.



Vielleicht ist ja noch die ein oder andere Idee für Euch dabei.



Meine Pakete machen sich in den nächsten Tagen auf den Weg.

Und Ihr? Habt Ihr Eure Kalender schon lange fertig oder bastelt Ihr noch?

Abrazo

Señorita S.

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Nähmalen - die Erste





Hallo Ihr Lieben!

Das Thema Stoffdesign beim Taschen-Sew-Along von Katharina von 4 Freizeiten und Katharina von Greenfietsen wollte ich ganz dezent unter den  Tisch fallen lassen.  Ich bin ja schon beim Nähen genug konzentriert und gefordert. Das Stoffdesign überlasse ich eigentlich lieber anderen. ABER ... dann habe ich bei Pinterest ganz viele interessante kleine Projekte zum Thema Nähmalen gesehen und es war um mich geschehen. Denn man braucht nicht viel und auch schiefe Linie  sehen gut aus. Schief kann ich ja - dachte ich mir. Ganz so einfach ist das Nähmalen denn doch nicht. Ist schon ungewohnt, den Stoff so dezent und vorsichtig unter der Nähmaschine zu bewegen. Rundungen werde ich nochmal gesondert üben. Schließlich braucht man Rundungen ja auch um Blümchen zu malen, und davon bin ich ja ein riesen Fan. Blümchen gehen irgendwie immer.



Aber zurück zu meinem Motiv. Für den ersten Versuch habe ich mich für den Spatzen entschieden, da er mit recht wenig Linien auskommt. Er ist einfach auf ein Stück beigefarbenen Canvas genäht, den ich mit H250 verstärkt habe. Stickvlies oder einen -rahmen habe ich nicht, aber es hat auch so ganz gut geklappt. Damit die Rückseite nicht ganz nackig ist, habe ich eine Wimpelkette aufgenäht. An den Schleifen muss ich noch etwas arbeiten ;-)



Vernäht habe ich die Stoffe dann zu einem Mini-Täschchen  das in den Adventskalender für einen lieben Menschen wandern soll.

Habt Ihr Euch schon mal am Nähmalen versucht? Habt Ihr Tipps?

Abrazo,

Senorita S.

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Täschchen Amelie





Hallo Ihr Lieben!

Es ist nicht so, dass ich in letzter Zeit nichts genäht hätte. Nur mit dem Komplett fertigstellen hab ich es grade nicht so. An der Patchworkdecke fehlen nur noch 3 oder 4 Nähte, das Jäckchen für den Nachwuchs von Freunden muss noch gesäumt werden und sogar das Schnittmuster ausdrucken klappt nur zur Hälfte.

Was ich aber tatsächlich fertig bekommen habe, sind diese süßen Stiftemäppchen namens Amelie. Ich durfte für Verena von Xawam das Freebook Amelie designnähen. Drei Amelies sind dabei entstanden (also ohne die halbfertigen Exemplare). Die Mäppchen sind wirklich schnell genäht und bieten Raum für allerlei Spielereien.










Das erste Täschchen ist aus einem meiner Lieblingsstoffe, dem Ankercanvas. Gefüttert mit dem Webstoff mit Seepferdchen. Die zweite Version ist ganz schlicht aus Kunstleder gefüttert mit Wachstuch. Das hat sich gleich Señor S. unter den Nagel gerissen.


Und mein Lieblingstäschchen ist das Pink-Grüne. Es eignet sich nicht nur für Stifte und Kosmetik, sondern auch für Zuckerstangen, wie Ihr sehen könnt.


Wenn Ihr jetzt auch Lust bekommen habt so ein Täschchen zu nähen, dann schaut doch mal bei Verena vorbei. Das Freebook findet Ihr hier.

Ich mache mich jetzt mal daran, meinen UFO-Stapel abzuarbeiten!

Abrazo,

Senorita S.


Schnittmuster: Amelie von Xawam
Wiederholungsfaktor: 💙💙💙💙
Stoff: Canvas, Baumwollwebware, Kunstleder und Wachstuch


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Patchworktasche





Hallo Ihr Lieben! 

Es wird Zeit, dass ich Euch von meinem Trauma berichte. 

Mein schlechtestes Fach in der Schule war Textiles Werken. Ich hatte mich so aufs Nähen gefreut, aber es war dann nur noch grässlich. Montags 7 und 8. Stunde - und mich hat es schon am Sonntag gegraust. Da müsste ich nämlich immer fertigmachen, was ich in der Woche davor nicht geschafft hatte.Eines der Horrorprojekte: ein Patchworkkissen. Ich wollte kein langweiliges Kissen mit nur 2 verschiedenen Stoffen und Quadraten. Meines sollte bunt und interessant aussehen. 


Also schnitt ich ein Quadrat aus. Dann ein Dreieck und nähte es aneinander. Dann suchte ich den nächsten Stoff für ein Rechteck. Ihr könnt Euch vorstellen, während alle anderen schöne Kissen mit nur 2 Stoffen, aber dafür perfekt aufeinanderpassenden Quadraten fertigstellen, suchte ich noch immer nach dem fehlenden Puzzleteil für mein Kissen. Mein intuitives Patchwork war gescheitert.



Glücklicherweise erbarmte sich meine Oma und half mir Schritt für Schritt und Dank ihrer vorgehefteten Teile hatte ich auch irgendwann ein Kissen fertig .Aber ich wusste es: Intuitives Patchwork geht doch! 

20 Jahre später mag ich Nähen sehr gerne und das planlose Aneinandernähen funktioniert auch. 

Das Vorderteil zu meinem abgewandelten Joker habe ich aus schwarzen Kunstlederresten zusammengestückelt. Ich brauchte dringend eine schwarze unauffällige Tasche. Dank der Stückelung, die ich zum Zeil mit einem weiten Zickzack abgesteppt habe, wirkt sie auch gar nicht langweilig.Schnittmuster ist der Joker von Farbenmix. 




Damit die Tasche nicht zu wuchtig wirkt, habe ich den Boden weggelassen. Zum ersten Mal habe ich auch Träger aus Kunstleder genäht. Dabei habe ich mich an die Anleitung von Hansedelli gehalten. Die Träger sind mit Buchschrauben befestigt. Stabilisiert habe ich den Aussenstoff mit H640, das Innenfutter ist Baumwolle und nicht zusätzlich verstärkt. Innen gibt es eine Aufsatztasche und ein Reißverschlussfach. 

Eigentlich war die Tasche als schnelle Notlösung gedacht, aber sie ist schnell zu meiner absoluten Lieblingstasche geworden. Sie fühlt sich super weich und doch stabil an. 



 Wie schön, dass ich und die Nähmaschine dann doch noch Freunde geworden sind!


Abrazo,

Señorita S.



Schnittmuster: Joker von Farbenmix
Wiederholungsfaktor: 💙💙💙💙
Stoff: Kunstleder, verstärkt mit H640. Innenstoff: Webware aus Baumwolle 


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Täschchen aus Kaffeesack



Hallo Ihr Lieben!

Vor einiger Zeit war ich auf einer Kaffeeverkostung. Ich bin jetzt ehrlich gesagt kein riesiger Kaffeetrinker. Milchkaffee am Morgen mit richtig viel Zucker finde ich gut, den Kaffee auf der Arbeit ungenießbar und viel mehr weiß ich dann auch nicht über Kaffee. Ein bisschen was habe ich jetzt bei der Verkostung gelernt. Aber die Kaffeesäcke, die dort rumlagen haben es mir angetan und ich durfte tatsächlich welche mitnehmen.


Die Säcke müssen natürlich bestmöglich eingesetzt werden und so habe ich einen halben Tag mit der Ideenfindung verbracht. Ein bisschen Respekt hatte ich schon vorm Material. So groben Stoff habe ich noch nie vernäht und ein bisschen Angst hatte ich auch um meine Maschine. Die war allerdings unbegründet. Meine Maschine hat das super gepackt und Dank Staubsauger und Püster war sie auch hinterher wieder schnell Staub- und fusselfrei.



Den Anfang der Materialexkursion Kaffesäcke macht heute ein kleines Täschchen. Ich wollte mich mit etwas möglichst kleinem an das ungewohnte Material herantasten. Kombiniert mit braunem Kunstleder kommt der grobe Stoff gut rüber, finde ich. Da die Jute sehr grob ist, habe ich sie zunächst knappkantig auf einen feineren Stoff genäht. So konnte ich auch das Volumenvlies besser aufbügeln. Ich habe dafür Stoff von einer dünnen Gardine verwendet.




Da meine anfängliche Angst vor dem neuen Material fast unbegründet war, werde ich mich in der kommenden Zeit an weitere Kaffeesack-Projekte machen!

Abrazo,

Señorita S.

Verlinkt zu Creadienstag, Taschen-Sew-Along